Was für ein Auftritt! Die SG Johannesberg hat am dritten Spieltag der 1. Poolbillard-Bundesliga ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Beim amtierenden Deutschen Meister PBC Joker Altstadt feierte der deutsche Vizemeister einen überragenden 8:0-Auswärtssieg. Yuma Dörner, Juri Pisklov, Tobias Bongers und Raphael Wahl gewannen sämtliche Begegnungen und unterstrichen die Ambitionen der SGJ im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.
Es sind diese Spiele, die in Erinnerung bleiben. Auswärts beim amtierenden Deutschen Meister anzutreten, ist bereits eine besondere Herausforderung. Dort mit 8:0 zu gewinnen, ist eine außergewöhnliche Leistung.
Die SG Johannesberg präsentierte sich im Saarland von Beginn an hoch konzentriert, spielstark und geschlossen. Nach einer makellosen ersten Hälfte mit vier Siegen ließen die Gäste auch nach der Pause nicht nach. Am Ende stand ein Ergebnis, das in dieser Deutlichkeit wohl nur wenige erwartet hatten.
Vier Siege zum Auftakt – Johannesberg setzt Altstadt unter Druck
Den ersten Punkt des Tages sicherte ausgerechnet Yuma Dörner. Der Sportsoldat feierte sein Bundesligadebüt für die SG Johannesberg und gewann seine 8-Ball-Partie gegen Sebastian Staab souverän mit 8:3. Ein perfekter Einstand im Trikot der SGJ.
Im 14.1 endlos zeigte Tobias Bongers seine Klasse. Der Duisburger setzte sich gegen Manuel Donauer mit 125:67 durch. Mit seiner gewohnt ruhigen und kontrollierten Spielweise brachte er Johannesberg den zweiten Punkt.
Juri Pisklov erhöhte anschließend im 9-Ball gegen Sebastian Ludwig mit 9:6 auf 3:0. Der Johannesberger Leistungsträger bestätigte damit seine starke Entwicklung der vergangenen Jahre.
Für den vierten Punkt musste Kapitän Raphael Wahl deutlich härter arbeiten. Im 10-Ball gegen Ricardo Gutjahr entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Nach einem kleinen Fehler beim Stand von 6:6 bewahrte Wahl die Nerven und entschied die Begegnung mit 8:7 für sich.
4:0 zur Halbzeit – ein Traumstart beim Deutschen Meister.
Auch nach der Pause kennt Johannesberg kein Nachlassen
Wer erwartet hatte, dass Altstadt nach der Pause noch einmal zurückschlagen würde, sah sich getäuscht. Johannesberg spielte weiter mit bemerkenswerter Konsequenz.
Juri Pisklov eröffnete die zweite Hälfte mit einer beeindruckenden Vorstellung im 10-Ball. Gegen Manuel Donauer begeisterte er mit hohem Tempo, großer Präzision und offensivem Spielwitz. Sein souveräner 8:3-Erfolg bedeutete das 5:0.
Anschließend bestätigte Yuma Dörner seine starke Debütvorstellung. Mit einem 9:5 gegen Sebastian Staab im 9-Ball holte der Sportsoldat seinen zweiten Sieg des Tages und erhöhte auf 6:0.
Auch Tobias Bongers ließ nichts anbrennen. Der Duisburger dominierte seine 8-Ball-Partie gegen Ricardo Gutjahr und gewann deutlich mit 8:2. Damit stand es bereits 7:0 für Johannesberg.
Den Schlusspunkt durfte schließlich Kapitän Raphael Wahl setzen. Im 14.1 endlos bezwang er Sebastian Ludwig mit 125:59 und machte damit den außergewöhnlichen 8:0-Auswärtssieg beim amtierenden Deutschen Meister perfekt.
Vier Spieler, acht Siege und kein einziger Punktverlust – eine Mannschaftsleistung, die eindrucksvoller kaum hätte ausfallen können.
Vier Spieler, acht Siege – eine geschlossene Mannschaftsleistung
So unterschiedlich die Spielertypen sind, so überzeugend funktionierten sie an diesem Tag als Mannschaft.
Yuma Dörner feierte mit zwei Siegen ein perfektes Bundesligadebüt. Der Sportsoldat fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein und überzeugte mit einer abgeklärten Vorstellung.
Tobias Bongers bewies einmal mehr, wie wertvoll seine enorme Konstanz und Ruhe für das Team sind. Der Duisburger ließ seinen Gegnern wenig Raum und holte beide Punkte mit bemerkenswerter Souveränität.
Raphael Wahl zeigte seine Qualitäten als Kapitän. Zunächst behielt er in einer engen 10-Ball-Partie die Nerven, anschließend setzte er im 14.1 endlos den Schlusspunkt.
Besonders beeindruckend war auch der Auftritt von Juri Pisklov. Der Johannesberger Leistungsträger, der seit 2019 einen wesentlichen Anteil am sportlichen Aufstieg des Vereins hat, präsentierte sich in hervorragender Form. Insbesondere seine zweite Partie erinnerte phasenweise an Speedbillard: schnell, offensiv und mit beeindruckender Präzision.
Die Entwicklung Pisklovs steht beispielhaft für den Weg, den die gesamte Mannschaft genommen hat. Johannesberg hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt in der deutschen Spitze etabliert. Auf drei Bronzemedaillen folgte 2026 die deutsche Vizemeisterschaft. Nun hat die Mannschaft beim amtierenden Meister ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt.
Alexander Peer: „Genau für solche Momente haben wir gearbeitet“

Auch Abteilungsleiter Alexander Peer zeigte sich nach der Begegnung begeistert:
„Wir haben in den vergangenen Jahren unglaublich hart gearbeitet, viele Entscheidungen getroffen und dabei immer an unseren Weg geglaubt. Ein solches Ergebnis beim amtierenden Deutschen Meister ist natürlich etwas Besonderes. Es bestätigt uns darin, dass wir mit unserer sportlichen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind.“
Noch wichtiger als das Resultat sei ihm die Art des Auftritts:
„Mich beeindruckt nicht nur das 8:0, sondern vor allem, wie unsere Spieler aufgetreten sind. Jeder hat seine Aufgabe angenommen und war hoch konzentriert. Das war eine herausragende Mannschaftsleistung.“
Drei Spiele, drei Siege – und morgen wartet Brotdorf
Mit dem Erfolg in Altstadt bleibt die SG Johannesberg in der neuen Bundesligasaison ungeschlagen. Nach den beiden 7:1-Heimsiegen zum Saisonauftakt stehen nun drei Siege aus drei Begegnungen und eine beeindruckende Einzelbilanz von 22:2 zu Buche.
Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Bereits am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr steht mit dem Auswärtsspiel beim BV Brotdorf die nächste anspruchsvolle Aufgabe an.
Die Botschaft nach diesem Samstag ist dennoch unmissverständlich:
Die SG Johannesberg will in dieser Saison ganz oben angreifen. Und sie hat eindrucksvoll gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist.
SG Johannesberg – gemeinsam #erstklassig.

Tobias Bongers, Juri Pisklov. Raphael Wahl, Yuma Dörner