Nach dem perfekten Saisonstart wartet auf die SG Johannesberg ein richtungsweisendes Bundesliga Wochenende. Beim Deutschen Meister PBC Joker Altstadt und beim BV Brotdorf will der Vizemeister seine Erfolgsserie fortsetzen.
Zwei Spiele, zwei 7:1 Siege und ein Partienverhältnis von 14:2. Die SG Johannesberg ist eindrucksvoll in die neue Saison der 1. Poolbillard Bundesliga gestartet. Doch nach den überzeugenden Heimerfolgen gegen Osnabrück und Oberhausen wartet nun die erste große Auswärtsprüfung.
Am Samstag, 10. Oktober, gastiert die SGJ beim amtierenden Deutschen Meister PBC Joker Altstadt. Nur einen Tag später steht das Duell beim BV Brotdorf auf dem Programm. Beide Begegnungen beginnen um 11 Uhr.
Zwei Tage, zwei Schwergewichte
Die Reise ins Saarland gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Saison. Altstadt sicherte sich im vergangenen Jahr den Meistertitel, Brotdorf lieferte sich mit Johannesberg einen engen Kampf um die Spitzenplätze.
Nach drei Bronzemedaillen in Folge und der Deutschen Vizemeisterschaft 2026 ist das Ziel der SGJ klar definiert: Die Mannschaft will in dieser Saison um den Titel mitspielen.
„Wenn du dreimal Dritter und anschließend Zweiter wirst, gibt es sportlich nur noch einen Platz, mit dem du dich verbessern kannst“, erklärt Abteilungsleiter Alexander Peer. „Natürlich wollen wir Deutscher Meister werden. Aber dafür musst du über eine komplette Saison auf höchstem Niveau spielen.“
Juri Pisklov: Der beste Juri aller Zeiten?
Einer der bemerkenswertesten Spieler im Johannesberger Kader ist derzeit Juri Pisklov. Der Bad Wildunger gehört seit vielen Jahren zu den Leistungsträgern der SGJ und hat den Weg des Vereins von der 2. Bundesliga bis in die deutsche Spitze begleitet.
Gerade in den vergangenen beiden Jahren hat sich sein Spiel noch einmal außergewöhnlich entwickelt. Pisklov wirkt reifer, konstanter und selbstbewusster denn je.
Seinen jüngsten internationalen Höhepunkt feierte er bei der Euro Tour in Italien, wo er sich bis ins Finale spielte und einen hervorragenden zweiten Platz belegte.
„Juri war schon immer ein außergewöhnlich guter Spieler. Aber was er in den vergangenen beiden Jahren noch einmal draufgelegt hat, ist beeindruckend“, schwärmt Peer.
„Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass der beste Juri Pisklov, den wir bisher gesehen haben, der von heute ist.“
Daniel Maciol und die besondere Saarland Geschichte
Auch der Name Daniel Maciol weckt vor der Reise besondere Erinnerungen. Bei den vergangenen Begegnungen mit Altstadt und Brotdorf hatte der polnische Weltklassespieler für Furore gesorgt.
Dabei beeindruckte Maciol nicht nur mit seiner spielerischen Klasse. Seine internationale Routine, seine Ruhe und seine ausgeprägte Gewinnermentalität verliehen der Mannschaft zusätzliche Sicherheit.
Ob es diesmal eine Fortsetzung dieser Geschichte gibt, lässt Peer bewusst offen.
„Daniel hat bei unseren letzten Begegnungen gegen diese beiden Mannschaften einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vielleicht gibt es diesmal ja wieder eine Überraschung“, sagt der Abteilungsleiter mit einem Schmunzeln.
Welche Spieler am Wochenende tatsächlich für Johannesberg antreten, bleibt bis zum Spielbeginn offen.
Eine Mannschaft mit einem gemeinsamen Ziel
Mit Spielern aus vier Nationen verfügt die SGJ über einen der interessantesten Kader ihrer Vereinsgeschichte. Doch entscheidend soll nicht allein die individuelle Klasse sein.
„Poolbillard ist eigentlich eine Einzelsportart. In der Bundesliga reicht es aber nicht, nur starke Einzelspieler zu haben. Die Spieler müssen füreinander da sein und gemeinsam gewinnen wollen. Genau dieses Gefühl haben wir im Moment“, betont Peer.
Die sportlichen Erfolge sind das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung. Rund 140 Mitglieder, acht Mannschaften und die SGJ Academy bilden heute das Fundament des Vereins.
„Wir sind nicht groß geworden, weil wir Bundesliga spielen. Wir spielen Bundesliga, weil wir über Jahre einen starken Verein aufgebaut haben.“
„Wir wollen beide Spiele gewinnen“
Trotz der hochkarätigen Gegner reist die SGJ mit viel Selbstvertrauen ins Saarland. Der perfekte Saisonstart hat gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Nun gilt es, diesen Eindruck auch auswärts zu bestätigen.
„Wir haben großen Respekt vor Altstadt und Brotdorf, aber genauso viel Vertrauen in unsere eigene Mannschaft“, erklärt Peer.
„Wir fahren nicht ins Saarland, um uns etwas anzuschauen. Wir wollen beide Spiele gewinnen. Verstecken werden wir uns ganz sicher nicht.“
Die nächsten Bundesliga Spiele
Samstag, 10. Oktober 2026 | 11:00 Uhr
PBC Joker Altstadt – SG Johannesberg
Sonntag, 11. Oktober 2026 | 11:00 Uhr
BV Brotdorf – SG Johannesberg





